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- 24.2.2010: Noch einmal richtig laut
- 24.2.2010: Viele Zuschauer suchen eine Inszenierung
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- 3.2.2010: Atemübungen: Die Musik
- 2.2.2010: Atemübungen: Das Stück
Allgemeines
Das Schwarze Auge
Kunst und Kultur
Archive für November 2008
Das richtige Stück für die Problematik
27.11.2008 von admin.
Die ganze Welt
bis in die hintersten Winkel
ist einem durch absurde Gesetze vergällt
So poltert der Theatermacher Bruscon in dem gleichnamigen Stück von Thomas Bernhard - eben jenes Stück, das ich diese Spielzeit am Theater Oberhausen inszenieren werde. Der Plan, den Steffi und ich dafür ausgeheckt hatten: Wir lassen das Stück in der Unterbühne spielen, in den Eingeweiden des Theaters. Tja, und da kam uns, na wer wohl, dazwischen? Richtig, die Feuerwehr! Eben jener Berufsstand, dem Bruscons besondere Abneigung gilt, wollen sie ihm durch die für das Gelingen seiner Menschheitskomödie absolut wichtige Ausschaltung des Notlichtes am Ende des Stückes nicht erlauben. (Übrigens eine Diskussion, die immer wieder am Theater geführt wird.)
Nun trifft uns die Unnachgiebigkeit der Versammlungsstättenverordnung, denn die Notausgangstüren der Unterbühne sind 30cm zu schmal. Damit sind Aufführungen aber nicht erlaubt, allenfalls Führungen. Es ist mitunter schon ein seltsames Land, in dem wir leben.
Zum Glück können Steffi und ich mit solchen Rückschlägen gut umgehen und habe eine neue Idee entwickelt, die vielleicht sogar eine Spur genialer ist als die ursprüngliche. (Natürlich nenne ich sie jetzt nicht, schließlich habe ich so einen ausgezeichneten Cliffhanger. )
Herr Bruscon, ein paar Worte für die Nacht!
Wenn wir klar denken
müssen wir uns umbringen
Geschrieben in Der Theatermacher, Theatrales | Keine Kommentare »
Kurz vor Bilstein
27.11.2008 von admin.
Morgen start die Bilstein 2008 und ich hänge in den letzten Zügen der Vorbereitungen - und habe mir spontan überlegt, doch noch krank zu werden, ich habe ja sonst nichts zu tun. Das hält mich aber nicht davon ab, morgen die Reise anzutreten. Gewandungen aus vier oder fünf Quellen im Gepäck, den Text geladen und das Abenteuer großzügig grob vorbereitet, fühle ich mich den Herausforderungen des Wochenendes gewappnet - dem Rest werde ich mit Charme und Intelligenz begegnen.
“Gebt den Weidenern etwas, was sie kaputtmachen können, dann sind sie glücklich.”
Weil es auf der diesjährigen FeenCon so gut geklappt hat, werden Daniel und ich wieder ein DPA, sprich Dual-Party-Adventure, leiten. Wie passend, dass es genau zwei Spielrunden aus dem Herzogtum Weiden gibt, die von uns versorgt werden wollen. Und weil wir ihn mögen, wird auch Prinz Arlan von Löwenhaupt wieder mit dabei sein. Da wir nur 5 Stunden Zeit für unsere Spielrunde haben, werden wir uns weniger episch ausbreiten können als bei Strom der Feinde und den Weidenern geben, was sie am liebsten mögen: Ein Reiseabenteuer, bei dem sie jemandem ordentlich vor die Glocke geben können.
Neben Prinz Arlan am Samstagabend werde ich zudem noch am Samstagvormittag bei den einführenden Theaterszenen den Erzähler geben und am Freitagabend im Draconiter-Gewand des Präzeptors Perval Groterian herumlaufen - kein Wunder, dass ich so viel Gepäck habe …
Geschrieben in Rollenspiel | 4 Kommentare »
Verfahrenes Volk
26.11.2008 von admin.
Eigentlich haben wir die Barden für morgen, den 27. November, erwarten, doch wie das Fahrende Volk so ist, es ist unzuverlässig und will sich hinterher damit herausreden, es hätte den Weg nicht gefunden …
Aufgrund von Umstellungen beim Drucker, erscheint Bardensang & Gaukelspiel nicht wie geplant morgen, sondern eine Woche später am 3. Dezember. Die Anthologie tauscht damit das Veröffentlichungsdatum mit dem Tractatus contra Daemones, dem Handbuch für Freunde siebtsphärischer Wesenheiten.
Doch da es sich nur um eine Woche handelt, wollen wir uns in Nachsicht üben und die Gaukler mit offenen Armen empfangen.
Geschrieben in Bardensang & Gaukelspiel, Rollenspiel | Keine Kommentare »
Gekrönten Häuptern Worte in den Mund legen
24.11.2008 von admin.
Nun ist es bald so weit, am nächsten Wochenende finden auf Burg Bilstein bei Lennestadt das alljährliche Briefspielkonvent des Schwarzen Auges statt. Wie jedes Jahr treffen sich Dutzende von Spielern, um in Gewandung aventurische Geschichte zu leben - und zu schreiben.
Nachdem ich letztes Jahr das erste Mal dagewesen bin, hat man mich gleich bei der Orga eingekauft und seit langen Tagen sitzt der innere Kreis der Plotbastler - bestehend aus Tina Hagner, Heiko Brendel, Daniel S. Richter und mir - an dem Plotpapier zur Con. Vieles musste bedacht und verschoben werden, doch jetzt haben wir ein Ereignis, das es in sich hat. Ich möchte nicht zu viel verraten, doch nach zwei Jahren eher kleinerer Verantstaltungen gibt es dieses Jahr wieder eine Bilstein, deren Verlauf in der aventurischen Geschichte nachhallen wird - und ein bestimmter Metaplot im Mittelreich erfährt einen dramatischen Wendepunkt!
Dabei beginnt es so harmlos: Kaiserin Rohaja befindet, dass das Amt des Reichskronanwalts endlich besetzt werden sollte und ruft die Edlen ihres Reiches zum Hoftag nach Weidleth. Mit ihrem Kandidaten, Landgraf Alrik Custodias, will sie im Reichsgericht ein Gegengewicht zum Einfluss von Herzog Jast Gorsam, dem ‘Schattenkaiser’, aufstellen. Doch der alte, mächtige Herzog stellt seinen eigenen Kandidaten auf. Der Ausgang dieser politisch hochbrisanten Wahl ist vollkommen offen und die Spieler werden ihn entscheiden.
Natürlich muss all die aventurische Prominenz auf einer solch wichtigen Veranstaltung auch die richtigen Worte finden und haben meine Mitstreiter und ich die letzten Tage fleißig an Texte für Kaiserin Rohaja I. von Gareth, Herzog Jast Gorsam vom Großen Fluss und all die anderen gebastelt, die zu Wort kommen sollen. Neben diesen kleinen Theaterszenen gibt es natürlich auch wieder viel freies Spiel, dass die Spieler vor Ort gestalten können und sollen, so dass die Meisterpersonen nicht nur um Worte ringen, sondern ihre Darsteller auch entsprechend gebrieft sein müssen.
Kurzum: Den Honigwein haben wir vier uns wacker verdient!
In den einführenden Theaterszenen werde ich den Erzähler geben (als Ein-Mann-Chor), später schlüpfe ich in prominente Rolle: Prinz Arlan von Löwenhaupt. Ich habe also noch ein paar Tage, mich an meinem Bart satt zu sehen, ehe alles Haar abkommt, damit ich auch optisch meiner Rolle als 16jähriger Knappe gerecht werde. Wahrscheinlich werde ich dann wieder beim Getränkekauf nach dem Ausweis gefragt …
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Herr Masberg macht Theater
17.11.2008 von admin.
Ich habe in der letzten Zeit viel über Rollenspiele geschrieben, nun wird es wieder Zeit, mich dem Theater zuzuwenden. Letztens habe ich schon angekündigt, bald den Schleier zu lüften, den ich über mein nächstes Theaterprojekt gelegt hatte; ich wollte nicht vorgreifen. Jetzt zupfe ich aber an dem Schleier und reiße ihn mit großer theatralischer Geste davon: Anfang nächstes Jahres inszeniere ich am Theater Oberhausen Thomas Bernhards Der Theatermacher, ein Projekt, das schon länger durch meinen Kopf geistert und mit dem ich Intendant Peter Carp überzeugen konnte.
Ich möchte Bernhards bissige Parodie auf das Theater und seine Schaffenden nicht auf klassische Weise erzählen. Die Inszenierung, die am 5. Februar 2009 Premiere haben wird, taucht ein in die Eingeweide des Theaters und führt den Zuschauer in die Welt der Unterbühne. Dort begegnet er einem gestrandeten Bruscon, der sich weigert, seiner Kunst in einer kunstfeindlichen Welt zu entsagen. Diesen Monolog spielt Hartmut Stanke, den ich sehr schätze und den ich für meine Idee des Theatermachers gewinnen konnte.
Seit heute befindet sich auf der Homepage des Theater Oberhausens auch ein Eintrag zu dem Stück. Auf unseren Weg in die Unter(bühnen)welt begleiten uns Steffi Dellmann (Bühne), Mona Ulrich (Kostüme) und Rüdiger Bering (Dramaturgie).
Noch in diesem Jahr beginne ich mit der Konzeption und ersten Proben, die eigentlichen Proben beginnen im Januar nach der Premiere von Altweibersommer (bei dem Hartmut als John Knox mitspielt und ich assistiere). Wie schon Messer in Hennen werde ich auch diese Produktion mit meinem Blog begleiten.
Übrigens: Hartmut lädt morgen um 21.00 Uhr in die b.a.r zu einer Lesung von Patrick Süskinds Die Taube. Wie jeden Dienstag beginnt im Vorfeld um 20.00 Uhr die happy hour.
Link
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Aventurischer Bote heute und morgen
17.11.2008 von admin.
Aventurischer Bote #132 erschienen
Heute ist der Aventurische Bote #132 ausgeliefert worden (und ich erwarte sein Eintreffen morgen). Darin enthalten sind viele interessante Artikel, deren Inhalt ich nicht spoilern möchte. Unter anderen liegt der Fokus im Norden, wo verschiedene Völker gegen die Eishexe Glorana streiten, und im Mittelreich, das sich auf einen Hoftag in Weidleth vorbereitet. Hiermit wird die diesjährige Bilstein vorbereitet, die alljährliche Convention des aventurischen Briefspiels. Letztes Jahr war ich das erste Mal dort, dieses Jahr werde ich auch dabei sein und zwar direkt in der Orga. (Ich muss heute auch noch ein paar Dialoge und Reden für Kaiserinnen und Herzöge schreiben, doch dazu an anderer Stelle mehr.)
Im aktuellen Boten befindet sich auch der Abschluss meiner Berichterstattung über die orkischen Umtriebe im Svellttal. Am Ende des Winter 1031 BF wird sich der Status quo in der von den Schwarzpelzen besetzten Region verändert haben - und die Helden können daran teilhaben, denn ich runde meine Artikelserie mit einer kleinen Spielhilfe ab. Das Ganze stimmt dann auch auf die Regionalspielhilfe Reich des Roten Mondes ein, die Februar 2009 erscheinen wird.
»Die Gaben der Allweisen«
Unter diesem Titel wird im Boten #133 eine erst einmal auf fünf Teile angelegte Artikelserie starten, die die wichtigsten Artefakt der Hesinde-Kirche ausführlich aus aventurischer Sicht vorstellen wird. Jeder Artikel wird durch einen Kasten mit irdischen Hintergrundinformationen ergänzt werden, wie man das Artefakt am Spieltisch einbringen kann. Diese Artikel werde ich in enger Zusammenarbeit mit Ober-Hesindianer und liebsten Mittäter Daniel S. Richter verfassen. Bisher sind folgende Teile geplant:
- AB#133: Der Umbilicus
- AB#134: Die Krone der Allweisen
- AB#135: Die Tafel der Erzheiligen Canyzeth
- AB#136: Der Schlangenstab des Erzheiligen Argelion
- AB#137: Der Infundibulums der Allweisen
Eine Fortsetzung der Serie ist denkbar, aber so haben wir schon einmal bis zum 1. August 2009 geplant, das nämlich ist der Abgabetermin für Ausgabe 137.
Bei all dieser allweisen Präsenz bleibt es nicht aus, dass noch mehr hesindianischer Geist Einzug in den Boten erhalten wird. In Ausgabe 133 wird es auch wieder etwas zu den Draconitern geben, dieses Mal aber nicht jenen aus Perricum. Wir wenden unseren Blick in das Liebliche Feld, werden dort in den Nachwehen der Königsmacher-Kampagne ein paar Angelegenheiten ordnen und mit einer Spielhilfe Klarheit über die Schlacht um Vasincero schaffen, die im Abenteuerband Masken der Macht nur kurz angerissen wird.
Noch weiter in die Zukunft
Wie im Ulisses-Forum angekündigt wurde, wird morgen auf der DSA-Homepage vermutlich gegen Mittag eine Umfrage starten, wie sich das Magazin in Zukunft präsentieren soll. Es gibt bereits seit längerem ein paar Überlegungen, die der Verlag nicht vorenthalten möchte.
Aber jetzt wünsche ich dem Leser erst einmal Spaß mit der aktuellen Ausgabe des Boten.
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Am Himmel zieht es sich zusammen
13.11.2008 von admin.
Vor zweieinhalb Wochen habe ich zusammen mit dem Cover von Bardensang und Gaukelspiel ein Reihe weitere Cover präsentiert. Nun sind neue Titelbilder zu kommenden DSA-Publikationen zu bestaunen.
Zum einen das Cover zu Reich des Roten Mondes, der nun im Februar 2009 erscheinenden Regionalspielhilfe zum Orkland und dem Svellttal, dessen Vorabversion man schon auf der Spielemesse in Essen bestaunen konnte. Ebenfalls als Vorabversion kannten Messebesucher das nun veröffentlichte Cover zu Staub und Sterne, das ich trotz Comicstil für sehr gelungen halte. Im März 2009 erscheint der Überarbeitung des Abenteuers von Thomas Römer aus dem Jahr 1991, das zu den wichtigen Prologabenteuer der Borbarad-Kampagne zählt - allerdings wird es nicht so umfassend überarbeitet sein wie die eigentliche Kampagne, wenn auch viele bekannte Schwächen des Abenteuers angegangen werden.
Ganz neu ist das Cover zu Donner und Sturm, dem lang erwarteten Band zum 76. Donnersturmrennen. Leider gibt es für diese Publikation, die eigentlich dieses Jahr zur Spielemesse erscheinen sollte, immer noch keinen konkreten Erscheinungstermin - ganz nebulös wird es für die 1. Jahreshälfte 2009 (sic!) angekündigt, womit es sich bis zu einem dreiviertel Jahr verspäten kann (abermals: sic!) . Verspätungen ist man als DSA-Fan zwar gewohnt, gerade bei wichtigen Kernprodukten, allerdings hatte und habe ich die Hoffnung, dass der Verlag und meine Mitautoren dieses Problem langsam
in den Griff bekommen.
Bis zum Erscheinen von Donner und Sturm sei aber noch einmal allen die Anthologie Wetterleuchten ans Herz gelegt, die nicht nur auf der große Rennen einstimmt, sondern auch wunderbar geeignet ist, um die andauernde Wartezeit zu überbrücken.
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Singende Elemente bereiten sich auf Fernsehauftritt vor
12.11.2008 von admin.
Schon seit geraumer Zeit kursiert das Gerücht, dass HBO - der große amerikanische Bezahlsender, der uns großartige Serien wie Deadwood, Rom und Die Sopranos brachte - G.R.R. Martins Fantasyepos Das Lied von Eis und Feuer veröffentlichen will. Und zwar in der einizigen Form, der man dieses komplexen Meisterwerks annehmen kann: Als Fernsehserie, die pro Staffel eines der Bücher behandelt. Vielleicht fühlt sich HBO nun wirklich durch die Produktion von Das Schwert der Wahrheit gedrängt, aber tatsächlich ist wird eine Pilotfolge produziert, der bei Erfolg die erste Staffel folgen soll, wie Martin in seinem Blog berichtet. A Game of Thrones, das erste Buch (das hierzulande in Die Herren von Winterfell und Das Erbe von Winterfell gesplittet wurden), bietet für beidens wahrlich genug Stoff.
Und zu etwas anderem gibt der Pilot auch Hoffnung: Seine Ausstrahlung wäre ein guter Zeitpunkt, dass endlich A Dance of Dragons, Band V der Saga, erscheint, auf dem die Leserschaft seit bald vier Jahren wartet. Und eine gut laufende Serie könnte auch positiven Einfluss auf die Folgebände haben. Der erste Teil erschien 1996, es folgten in neun Jahren drei weitere Bände - und zusammen mit A Dance of Dragons stehen noch drei Teile aus, die diese faszinierende und epische Sage beenden sollen.
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Neuigkeiten und Geheimnisse
12.11.2008 von admin.
Meine Homepage hat nicht nur eine neue Hauptgraphik mit einem Zitat meines Lieblingsmärchenonkels, es steht auch eine neue Inszenierung an. Ja, Herr Masberg wird wieder Theater machen. Doch welches Stück an welchem Tag wo seine Premiere erfährt, das möchte ich an dieser Stelle noch nicht öffentlich bekannt geben. Wahrscheinlich nur aus dem Grund, eine gewisse Spannung aufzubauen. Oder um Aufmerksamkeit zu erlangen. Das mag jeder für sich selbst beurteilen.
In den nächsten Tagen möchte ich aber das Geheimnis lüften und dem geneigten Leser alles Wissenswerte zukommen lassen. Wie bei Messer in Hennen möchte ich auch die neue Produktion wieder mit meinem Blog begleiten.
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Ein Quentchen Spannung
12.11.2008 von admin.
Probenfreie Zeiten sind toll, da kann ich auch mal ins Kino. So etwa gestern: Ein Quantum Trost, der neue Bond. Casino Royale hat neue Maßstäbe gesetzt, dementsprechend waren die Erwartungen hoch gesetzt. Leider kann der Nachfolger nicht mithalten, auch wenn er sich um eine konsequente Fortsetzung bemüht.
Eine dünne Story will man einem Bond-Film nur bedingt ankreiden. Wirklich störend empfand ich das Tempo des Films. Wer auch immer für den Schnitt verantwortlich ist, gehört vor ein internationales Tribunal gestellt. Ich war über jede Einstellung froh, die länger als 10 Sekunden anhielt - und davon gibt es nicht wirklich viele in dem Film. Teils ist der Schnitt so hektisch, dass sich einem das Geschehen entzieh. Die wackligen Bilder tun ihr Übriges.
Das sorgt bei den Actionszenen vorrangig für Verwirrung, aber nicht für Spannung. Ja, auch ich bin mit MTV aufgewachsen und kann eigentlich schnelle Bilder gut verarbeiten, aber die Hektik der Szenen schaffte bei mir mehr Distanz, als das sie mich in das Geschehen hereinzog.
Generell ist das Tempo des Films ein Problem. Kaum einer Figur wird wirklich die Zeit gelassen, sich zu präsentieren. Das gute Spiel des Schurken Mathieu Almaric verkommt zu einem Kampf gegen die Zeit, denn diese lässt ihm der Film nicht. Sein Handlanger Elvis mit dem Potential zum Psychopathen ist ein besserer Stichwortgeber, der letztendlich im wörtlichen Sinne verheizt wird.
Es bleibt ein 100minütiger Actionclip, der nicht einmal einen guten Titelsong hat (und ich mag Jack White!). Dennoch ist Ein Quantum Trost kein schlechter Film. Aber auch kein guter. Es bleibt zu hoffen, dass der nächste Bond wieder mehr Ruhe findet - und dass Daniel Craig erhalten bleibt, der wirklich einer der besten Bonds aller Zeiten ist. Leider denken die Produzenten, die nach Casino Royal Craig gleich für drei weitere Filme unter Vertrag nehmen wollten, schon darüber nach, sich von ihm zu trennen. (Dabei ist es nun wirklich nicht seine Performance, eher die Postproduktion, die den Film verleidet - und da sollten sich die Produzenten selbst an die Nase fassen.)
Die Überlegungen gehen übrigens schon in Richtung eines schwarzen James Bonds, was vor allem in der historischen Wahl Obamas begründet ist.
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