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- 24.2.2010: Viele Zuschauer suchen eine Inszenierung
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- 3.2.2010: Atemübungen: Die Musik
- 2.2.2010: Atemübungen: Das Stück
Allgemeines
Das Schwarze Auge
Kunst und Kultur
Archive für Dezember 2008
Weidens Geschichte zum Lesen
17.12.2008 von admin.
Heute könnte fast schon Weihnachten sein. Neben dem Belegexemplar zu Bardensang & Gaukelspiel bekam ich auch jenes zu Wetterleuchten und damit leite ich schon zur nächsten Gabe über: In dem Abenteuer Strom der Feinde, das in eben jener Anthologie enthalten ist, versprechen wir auf Seite 23 die vollständige Schrift der Herzöge zum kostenlosen Download. Nun haben Daniel und ich die gesetzte Schrift zur Ansicht bekommen und sie gibt wahrlich keinen Grund für Einwände. Somit wird sie noch vor dem Wochenende auf der offiziellen DSA-Seite zum Download bereitstehen. Und für das, was die Spieler erwartet, hat sich das Warten gelohnt, denn die Schrift der Herzöge kommt farbig und im Stile der Publikationen Codex Monstrorum und Tractatus contra Daemones daher.
Die Spielhilfe beinhaltet die inneraventurische Schrift der Herzöge, die erstmals 1995 in Das Herzogtum Weiden veröffentlicht wurde. Wir haben sie vollständig überarbeitet und ergänzt, so dass sich jetzt zu jedem gekrönten Haupt der Mittnacht ein Quelltext findet. Zum Teil haben wir dafür alte Texte ausgegraben, die ‘95 platzbedingter Kürzung zum Opfer gefallen sind, zum Teil sind es vollständig neue Texte. Und da sich in den letzten Jahren natürlich auch viel getan hat (damals saß noch Waldemar der Bär auf dem Throne), wurde die Schrift auch fortgeführt. Abgerundet wird die Spielhilfe von einer Tabelle mit allen Herrschern und ihren Regentschaftsjahren sowie der historischen Karte Weidens.
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Die Gaukler sind angekommen
17.12.2008 von admin.
Seit einiger Zeit ist Bardensang & Gaukelspiel nun schon erhältlich, jetzt hat auch mein Belegexemplar den Weg zu mir gefunden. Im dsa4-Forum gab es bereits eine hitzige Diskussion über Platzverschwendung in dem Band, die mir nicht ganz einleuchten wollte. Wenn im Lektorat nicht noch massig gekürzt wurde, sind wir nicht allzuviele Zeichen unter der Verlagsvorgabe geblieben.
Jetzt kann ich den Unmut doch nachvollziehen. Zwar kannte ich die Druckfahnen, doch was man in der Hand hält, macht doch einen anderen Eindruck. Mir war bewusst, dass Bardensang & Gaukelspiel ein etwas anderes Layout bekommen soll, dies schlägt sich aber vor allem darin nieder, dass der Satz entzerrt wurde. Sprich: Die gleiche Zeichenzahl befindet sich auf mehr Durckseiten - oder anders herum: Für die gleiche Anzahl Druckseiten gibt es im Vergleich mit anderen Publikationen weniger Zeichen. Ich weiß für mich persönlich noch nicht ganz, ob das augenfreundlicher ist, vor allem aber ist es ungewohnt.
An dem Inhalt ändert das natürlich nichts, aber was den betrifft, bin ich natürlich befangen. Die Illustrationen sind an einigen Stellen Geschmackssache, fallen aber nicht vollständig aus dem Rahmen.
Ich bin auf weitere Reaktionen gespannt, vor allem aber auf Spielberichte, die gerne direkt an mich gemailt werden dürfen; ich leite sie dann auch an die Autoren weiter, die ebenfalls neugierig sind, Stimmen zu ihren Werken zu hören.
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Vorlesen lassen
14.12.2008 von admin.
Was machen, wenn die Hörbücher durchgehört sind und der private Leseonkel seine Überstunden abfeiert, man selbst aber nicht zum Buch greifen möchte? Oder wenn man, gerade in der vorweihnachtlichen Zeit, nach einer Anregung sucht, für einen selbst oder für jemand anderen? Für diese Situationen oder einfach aus dem Grund, ein wenig Zeit totzuschlagen, bin ich durch einen Tipp auf eine interessante Seite gestoßen: zehnSeiten. In einem Videostream liest der Autor zehn von ihm selbst ausgewählte Seiten aus seinem Buch. Das ist das ganze simple Prinzip, aber es geht auf, macht neugierig und beantwortet auch die Frage: Was ist das eigentlich für ein Mensch, der ein solches Buch schreibt? Erhellend.
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Lieblingsmensch auf Reisen
10.12.2008 von admin.
Letzte Woche rief mich mein Lieblingsmensch Ulli an, der sich für einen Koch hält, in Wahrheit jedoch Abenteurer ist. Er rief mich von seinem Handy aus an und das war das eigentlich Verwunderliche. Seit dem Sommer besaß er keines mehr, als er sein letztes auf einer nächtlichen Queste verlor, bei dem ein böser Geist ihm gleich auch die Erinnerung nahm; ein Umstand, an den man sich gewöhnt, wenn man Ulli länger kennt. Die Handys meine ich.
Jetzt hatte er wieder eines und rief mich an, um mir zu sagen, dass er diesen Freitag seine Abschiedsfeier gibt und kurz darauf in das Ausland verschwindet. Er behauptet, in den mitteleuropäischen Bergen für eine Saison als Koch zu arbeiten, ich rechne mit geheimen Heldentaten, die er selbst noch ergründen muss.
Seltsamerweise überraschte mich der Anruf nicht. (Wie gesagt, sein Besitz eines Handys war viel überraschender.) Es war genau der Anruf, mit dem ich schon seit Jahren rechne. Wie ich schon so oft im Spaß vorspielte:
Ich: »Was machst du heute?«
Er: »Kann nicht, ich muss packen. Ich fliege morgen nach Afrika.«
Ich: »Mh, alles klar. Meld dich, wenn du wieder da bist.«
Gut, Ulli geht nicht nach Afrika, sondern nach Österreich, aber der entspannte Ton ist der selbe gewesen. Ebensowenig wie ich wirklich überrascht bin, bin ich beunruhigt. So ist das bei Lieblingsmenschen.
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Lieblingstexte
6.12.2008 von admin.
Dienstag ist b.a.r-Tag, zumindest im Theater Oberhausen. Zwar wird gerade über ein paar Eckpunkte des Konzeptes (Einlass um 20h, Cocktails und Beginn um 21h; Dienstag als wöchentlicher Termin) nachgedacht, dieses Jahr machen wir aber auf jeden Fall noch weiter wie bisher.
Später im Jahr werde ich mich dort sicherlich auch wieder austoben, am kommenden Dienstag lese ich erst einmal. Zum zweiten Mal findet in der b.a.r die Veranstaltung Lieblingstexte statt, bei der Menschen des Theaters (nicht nur Schauspieler!) eben diese vorlesen. Am Dienstag reihe ich mich in den Reigen und lese ein paar Seiten aus Chuck Palahniuks Der Simulant (im Original viel treffender unter dem Titel Choke), einem meiner Lieblingsbücher.
Wer am Dienstag haben noch nichts vor hat, darf also gerne vorbeischauen. Ich freue mich über bekannte Gesichter und ebenso über unbekannte.
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Danksagungen
2.12.2008 von admin.
Da schreibe ich so einen langen Bericht und vergesse doch glatt, die Leute namentlich zu erwähnen, denen ich ganz lieb danken möchte. Das hole ich nach:
- Simone Gründken, Melanie Klasen, Uli Kneiphof, Jürgen Korkesch, Daniel Simon Richter, Mona Ulrich und Wibke Winterwerber für Kostüm und Zubehör
- Tina Hagner, Heiko Brendel und abermals Daniel für die großartige Zusammenarbeit beim Plotschreiben
- Uta Enners für die Zahnbürste
- Arne Kaminski, Sönke Kaufmann, Heinz-Jürgen Keppler, Marcus Köppel, Sven Kühnel, Silke Schippmann und abermals Simone für viel Spaß am Spieltisch und dafür, dass sie zusammen mit Jan Behler, Marcus Dirk, Katja Reinwald, Axel Riegert, Nicole Roeseler, Nina Schellhas, Martina Schmaltz und Philipp Wendler als Weidener Gesandschaft Leben nach Weidleth gebracht haben
- allen NSCs, die sich unsere Texte draufgeschaufelt haben und unsere im stillen Kämmerlein ausgetüftelten Ideen zum Leben verholfen haben, vor allem Björn Berghausen, Chris Gosse, Pete Hitzke, Melanie Lippel, Philippe Mindach (der auch ein angenehmer Zimmernachbar war und mit dem es sich vortrefflich nächtens diskutieren ließ), Kai Rohlinger, Stefan Trautmann, Michael Wiegel und abermals Uta, aber auch all jene, die ich jetzt nicht genannt habe
- Peter Carp, der bereit war, zwei Proben lang auf mich zu verzichten
Das sind schon eine ziemliche Menge. Und es fehlen noch all jene, die oft spontan mit kleinen Szenen und im freien Spiel die diesjährige Bilstein für mich zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben. Dank euch wusste ich dann, warum es, allen zwischenzeitlichen Verfluchungen zum Trotz, doch der Mühe wert war.
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Haben die Barden doch noch den Weg gefunden?
1.12.2008 von admin.
Wie User im Alveran-Forum berichtet haben, ist die Anthologie Bardensang & Gaukelspiel nun doch schon erhältlich. Die Wege der Drucker sind anscheinend unergründlich …
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Meine Prinzenrolle
1.12.2008 von admin.
Die Bilstein ist vorüber und ich weiß doch, wofür sich die ganze Mühe gelohnt hat. Zwar waren die letzten Wochen wahrlich anstrengend gewesen und sehr oft haben Tina, Heiko, Daniel und ich diese Veranstaltung verflucht, aber letztlich ist sie sehr erfolgreich gewesen. Die diesjährige Bilstein wurde sehr positiv von den Spielern aufgenommen, gar als eine der besten gelobt - und ich selbst reise mit einem Pack von Anekdoten heimwärts.
Kronanwaltswahl
Aventurisch handelte die Bilstein von einem Hoftag der Kaiserin auf Burg Weidleth, um das Amt des Reichskronanwalts neu zu bestimmen. Gegen ihren Kandidaten, Landgraf Alrik Custodias-Greifax von Gratenfels (in Rüstung und mit angeklebten Schneuzer großartig gegeben von meinem Zimmergenossen Philippe Mindach), trat der Praios-Hochgeweihte Godefroy Sigimuth von Ibenburg-Luring an, des Herzogs Kandidat. Die Spieler haben live vor Ort entschieden und den Ausgang der Wahl beeinflusst. Doch dazu später mehr.
Mein kaltes Kinn, oder: Die Griechen hatten recht
Ich bestritt die Bilstein gleich in dreierlei Kostüm und entsprechender Anzahl an Rollen. Am Freitagabend gab es wenig für mich zu tun, also trug ich mein neues Draconiter-Gewand zu Schau (an dieser Stelle einen lieben Dank an Wibke) und führte als Präzeptor Perval Groterian staatstheoretische Gespräche über den Sinn und Nutzen des Erbadels.
Meinen großen Auftritt hatte ich am Samstagmorgen während der Theaterszenen. Während alle in edler Gewandung auftraten, gab ich die Bettelgestalt, die mit Blick auf Ymras schwarze Seiten im Buch der Zeit durch die Szenen führte und den anwesenden Spielern die Zusammenhänge erklärte. Mir ging der Arsch zwar ein wenig auf Grundeis, zumal ich mit meinen Worten die Veranstaltung eröffnen musste (eine nicht immer dankbare Aufgabe), doch ich bekam viel Lob für meine Darbietung. Die alten Griechen hatten recht: Es geht nichts über einen vernünftigen Chor!
Wir sind uns übrigens sicher, diese Figur als erzählerisches Mittel auch in den nächsten Jahren beizubehalten. Und irgendwie habe ich auch einen Narren daran gefressen; es kann gut passieren, dass in zukünftigen Publikationen an der einen oder anderen Stelle ein Bettler namens Ymran auftauchen wird …
Und am Abend kam dann der große Moment: Der Bart musste ab! Ich habe es lange hinausgezögert (und brauchte ihn auch für meine Bettlerrolle), doch als Prinz Arlan von Löwenhaupt blieb mir keine andere Wahl - schließlich ist der Bursche erst 15. Also kam alles ab. Ich sehe damit nicht nur wirklich bedeutend jünger aus, es zieht auch ziemlich am Kinn. Brr!
Als Erbprinz Weidens hatte ich natürlich auch meine Ritterschaft - und wahrlich ein stolzes Gefolge. Eingerahmt vom herzoglichen Mundschenk Thuân (der fleißig seinen selbst hergestellten Meskinnes verteilte) und meinen temporären Schwertvater, dem Blauenburger, durfte Arlan dem Hoftag beiwohnen - und frech seine Fragen stellen.
Auf die Weidener Art
Am Samstagnachmittag durfte ich eine Spielrunde für einen Teil der Weidener Delegation leiten und habe dabei gleich einen Haufen netter Menschen kennengelernt. Wir hatten einen Riesenspaß und ich frage mich, warum man sich in anderen Provinzen so den Kopf über Abenteuer mit Intrigen und politischen Hintergrund zerbricht. Es ist durchaus ausreichend, einer Gruppe Weidener Barone und Ritter einen Tjostenritter in den Weg zu stellen, der sich mit dem “fähigsten Ritter Weidens” im Lanzengang messen möchte. Der junge Herausforderer wurde daraufhin gebeten, sich kurz in Geduld zu üben, denn die Weidener mussten erst einmal unter sich auftragen, wer der fähigste ist, ehe sie sich ihm stellen konnten. (Über die Reise der Weidener zum Hoftag nach Weidleth wird es übrigens in einer kommenden Ausgabe des Fantholi eine anekdotenreiche Erzählung geben.)
Die Beratung zur Abstimmung geriet auch sehr auf Weidener Art und der Kandidat Godefroy konnte einem fast Leid tun, als Simone in ihrer Rolle als Arlanritterin May ihn mit ihren Fragen konfrontierte - danach war aber klar, wer gewählt wurde und wer nicht.
Achtung: Spoiler!
Es kam auf dem Bilstein aventurisch dann auch ziemlich dicke. Die genauen Hintergründe wird der Aventurische Bote 134 erklären und einer Bitte folgend entferne ich an dieser Stelle das Ergebnis der Veranstaltung wieder (wer es weiß, weiß es). Nur so viel: Albernia hat jetzt ein ziemliches Problem am Hals und am Großen Fluss wird einiges in Bewegung sein. Was das für die Zukunft bedeutet? Das wird das nächste Jahr zeigen, der Bote wird berichten …
Änderungen über Änderungen
Nicht nur in Aventurien hat sich viel getan, auch irdisch gab es einige Verschiebungen. Marcus Friedrich ist als Kanzler von (Ex-)Darpatien zurückgetreten, die Grenzmarken vertritt im Briefspiel nun Ralf Dieter Renz. Und mein liebster Mitverschwörer beschreitet einen weiteren Kreis der Verdammnis: Daniel Simon Richter ist seit dem Wochenende Mitglied der DSA-Redaktion.
Das Briefspiel, das seit der Übernahme des Schwarzen Auges durch Ulisses Spiele lange Zeit auf der Kippe stand, bleibt von Seiten des Verlages nicht nur erhalten, 2009 wird außerdem eine große Neu-Belehnungswelle starten, um ihm frischen Leben zu verschaffen. Dazu wird es Anfang des Jahres Ausschreibungen geben, mit denen sich geneigte Spieler in den jeweiligen Provinzen als Barone bewerben können.
Bilstein 2009
Eigentlich ist es mein Wunsch gewesen, nächstes Jahr nicht wieder einen politischen Plot zu machen (die Hesindedispute in Thorwal kämen mir sehr gelegen), aber es zeigt sich, dass dies doch genau das ist, was die Bilstein-Gänger wollen. Es ist vielleicht auch mehr der Frust, der aufkommen kann, wenn man einen komplexen Politplot mit nachhaltigen Setzungen entwickeln will und dabei feststellen muss, dass es keine Entwicklungsrichtungen / Pläne für bestimmte Metaplots gibt oder man kurz vor Schluss noch von Abenteuern erfährt, die aventurisch eigentlich schon geschehen, faktisch jedoch noch nicht geschrieben sind, aber Auswirkungen auf die Handlung haben.
Auch die nächste Bilstein wird sich wieder im politischen Rahmen bewegen und wir wollen auch das diesjährige Team möglichst erhalten, denn die Zusammenarbeit war sehr angenehm und offensichtlich effektiv.
Thomas Römer stellte in den Raum, dass es durchaus möglich ist, dass die nächste Bilstein im Horasreich spielen wird, schließlich erscheint mit Reich des Horas 2009 auch die entsprechende Regionalspielhilfe. 2009 erscheint aber auch Reich des Roten Mondes … Mh, vielleicht wäre eine Versammlung in Khezzara keine schlechte Idee. Zumindest die Weidener bekommt man dort wieder ganz leicht hin!
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