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Archive für Januar 2009

Für alle, die nicht mehr daran geglaubt haben

Es wurde lange über den Verbleib der Schrift der Herzöge gerätselt, nun ist sie tatsächlich erschienen! Wer diesem Link folgt, kann sich die 1,57 MB große Datei herunterladen und in der Geschichte Weidens blättern. Viel Spaß dabei!

Quelle:

Schwarzpelze auf dem Vormarsch

Die letzten Tage durfte ich vor allem das Bett hüten, was nicht unbedingt eine heroische Aufgabe gewesen ist, denn weder wollte jemand mein Bett stehlen, noch ihm etwas Böses antun. So war ich aber immerhin in meiner proben- und vorstellungsfreien Zeit ausreichend beschäftigt und konnte keinen Blödsinn anstellen.

Bevor mich eine mir übel gesonnene Erkältung zum Betthirten erklärte, wurde das nächste Projekt für Das Schwarze Auge gestartet - oder besser: eines der nächstes Projekte, doch ich will ja nicht das ganze Pulver auf einmal verbrauchen. Noch dieses Quartal wird die Regionalspielhilfe Reich des Roten Mondes erscheinen, die sich dem Schwarzpelz (dem aventurischen Ork) und seinen Landen widmet. Wie es gute Tradition ist, soll dazu auch eine Abenteueranthologie erscheinen. Durch einige Wirrnisse vor allem beruflicher Natur hat sich der Start ein wenig verschoben, dafür werden wir mit Qualität und einem beeindruckenden Ensemble ausgewählter Autoren entschädigen.

Die Redaktion der Anthologie haben Daniel Simon Richter und ich übernehmen, das Konzept wurde gemeinsam mit Peter Diehn entwickelt. Ursprünglich sollte die Anthologie Orkengold heißen, da das aber zu sehr an “Katzengold” erinnernt, bevorzugen wir jetzt den Arbeitstitel Sternengold - und geben schon einmal einen kleinen Hinweis auf den Inhalt.

Anders als bei den üblichen Regionalanthologien gibt bei Sternengold von vorneherein einen festen Kampagnenrahmen, so dass dieser Band eher mit Anthologien wie Kreise der Verdammnis oder Von eigenen Gnaden zu vergleichen ist. Sprich: Die Abenteuer werden direkt vor dem Kampagnenhintergrund entwickelt und geschrieben, man kann sie optional aber auch davon losgelöst spielen, wofür jedes Abenteuer die nötigen Hinweise gibt. Zudem ist es unser Ziel, die Abenteuer möglichst offen zu halten und den Spielern die Möglichkeit zu geben, die Ereignisse tatsächlich zu beeinflussen. Vor allem soll die Kampagne gerade im Finale ergebnisoffen sein und somit zu einem individuellen Erlebnis werden.

Die Abenteuer werden die gesamte, facettenreiche Bandbreite der beschriebenen Region abdecken und sollen einen sehr klassischen Geist pflegen. Ein wenig back to the roots im Jubiläumsjahr 2009.

Knopfaugen sind niedlich?

Mein Lieblingsmärchenonkel Neil Gaiman hat einmal ein Buch namens Coraline geschrieben, in dem es um ein Mädchen mit eben diesen Namen geht, das mit seinen Eltern in ein Haus mit skurrilen Nachbarn gezogen ist und sich in den Ferien ziemlich langweilt. Da entdeckt sie eine verborgene Tür, die sie in eine weitaus tollere Welt führt, in der ihre andere Mutter wohnt. Diese will ihre Tochter so bald nicht mehr gehen lassen und die Spiegelwelt offenbart sich als ziemlich gefährlich.

Dieses tolle Buch hat nun Henry Selick verfilmt, vor allem bekannt durch The Nightmare before Christmas. Im Internet gibt es jetzt den Trailer zu beschauen. So sehr ich das Buch verehre, reißt mich der Trailer alleine noch nicht mit. Das mag aber vor allem auch in den Bildern in meinem Kopf liegen, die ich dunkler in Erinnerung habe als die teilweise bonbonfarbenen Sequenzen des Trailers.

Quelle:

Ich war im Fernsehen - und habe es natürlich nicht gesehen

Vor ein paar Wochen, während der Proben zu Altweibersommer, schaute der WDR bei uns vorbei. Für die Sendung west.art wurde das Ruhrgebiet ein Jahr vor dem Startschuss der Kulturhauptstadt 2010 portraitiert. Als Theater wurde das Oberhausen ausgesucht. Es wurde ein Interview mit Intendant Peter Carp aufgenommen und dann schaute das Team auch noch bei uns auf der Probebühne vorbei und nahm ein paar Szenen auf. Peter saß mit der Moderatorin am Regietisch, ich saß daneben - schließlich ist dort auch mein Platz - und merkte dann irgendwann die Kamera auch auf mich gerichtet. Ich habe nicht gelächelt und gewinkt, sondern konzentriert geschaut und ein wenig im Regiebuch herumgeschmiert (ja, mein Job ist eigentlich gar nicht so spannend).

Mein interessiertes Gucken muss interessant genug gewesen sein, denn es wurde gezeigt. Und zwar letzten Donnerstag. Als ich Vorstellung hatte. (Davon ab: Natürlich hatte ich mittlerweile wieder vollkommen vergessen, dass diese Sendung irgendwann Mitte Januar gezeigt werden würde.) Ich erfuhr davon und von meinem interessierten Gesichtsausdruck gestern Abend. Mittlerweile habe ich mich informiert: Die Wiederholung lief heute morgen um 9.35 Uhr.

Tja, da schaffe ich es endlich mal ins Fernsehen und verpasse es dann. Bemerkenswert ist aber, dass das Theater Oberhausen es überhaupt geschafft hat und sogar als einziges Theater des Ruhrgebietes einen Beitrag bekam. Das gibt Hoffnung für die Zukunft, zumindest das mediale Interesse ist da. Bleibt zu wünschen, dass wir das Beste aus dieser Aufmerksamkeit gewinnen.

Wer sich übrigens in den letzten vier Wochen sorgen gemacht hat, weil er hier nichts gelesen hat: Ich lebe noch. Zwischenzeitlich war ich mir nicht so sicher, aber mittlerweile bin ich davon sehr überzeugt. Neben der Probenbetreuung habe ich Ordnung in meine Projekte gebracht (was man wohl so zu Beginn eines neuen Jahres macht). Doch darüber lasse ich mich an einem anderen Tag aus.

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