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Archive für Februar 2009

Dunkler Norden

Es tut sich was im Norden, nicht nur mit Blick auf die Schwarzpelze. Mein Mittäter Daniel und ich sind die Reise in die aventurische Vergangenheit angetreten und erforschen die Mittnacht in dunklen Zeiten. Für die Setting-Box, die als Spielhintergrund diese finstere Epoche der aventurischen Geschichte beleuchtet, arbeiten wir gerade mit Hochdruck an der Beschreibung der nördlichen Marken, die damals noch so völlig anders waren, als man sie heute kennt - oder zum Teil gerade auch erst durch den Menschen entschlossen wurden. Im fertigen Werk können die Spieler dann vergessene Reiche wie das zerstrittene Königreich Rommilyser Mark oder die Greifenmark erkunden oder gemeinsam mit Isegrein dem Alten die Mittnacht erschließen.

Gerade für uns zwei alte Weiden-Fans ist es ein geradezu kindlicher Spaß, niederzulegen, wie alles seinen Anfang genommen hat. Immerhin gehen wir dafür über 1.000 Jahre in die Vergangenheit, um dort völlig neue Geschichten zu erzählen - die fremd erscheinen und doch recht vertraut sind.

Ich bin gespannt, um wir den Spielen eine ebensolche Freude vermitteln können, wie wir beim Schreiben empfinden. Für mich persönlich sind die Dunklen Zeiten eines der spannendsten Projekte, an denen ich mitgewirkt habe. Ich weiß nicht, ob andere historische Settings ebenso gut funktionieren, aber glücklicherweise muss ich mich mit der Beantwortung dieser Frage (vorerst?) auch nicht beschäftigen.

Unter einem roten Mond

Am letzten Mittwoch ist Reich des Roten Mondes erschienen, die neue Regionalspielhilfe für Das Schwarze Auge. Ich erwähne das hier natürlich so präsent, weil ich fleißig daran mitgeschrieben habe. Und weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir eine der spannendsten Spielhilfen der letzten Zeit auf die Beine gestellt haben, die sich durchaus mit Schild des Reiches und Efferds Wogen messen kann. Wenn ich mir das fertige Werk betrachte, nimmt mich vor allem der Geist alter Rollenspieltage ein, der die Spielhilfe durchweht und der DSA in den letzten Jahren ein wenig verloren gegangen ist. Ja, man kann sagen, dass sich zwischen den Buchdeckeln ein Stück alter Schule findet - und das hat mir bei der Arbeit an der Spielhilfe am meisten Spaß gemacht. An der einen oder anderen Stelle ging es mit mir dann auch durch, ganz im Sinne alter Zeiten findet eine (teils recht platte, ich gebe es ja zu) Querbezüge auf anderen Realitäten.

Vor allem aber ist die Spielhilfe ungemein abwechslungsreich und bietet ein tolles Setting für viele spannende Spielabende. Handelsstädte am Svellt, Pioniergeist in den Ebenen und eine gehörige Portion Western im ‘Wilden Norden’ stehen an Seite an Seite mit der endlosen Weite der Orkschädelsteppe und den rauen Gebirgen im Norden. Nicht nur die Menschen am Svellt und natürlich der Schwarzpelz, der aventurisch Ork, werden ausführlich beschrieben, auch viele andere Völker der Region, darunter auch phantastische Wesen wie Riesen, Oger, Minotauren, Grolme und Smaragdspinnen.

Ich bin mir sehr sicher, dass die Spielhilfe den Nerv der Spieler treffen wird. Und wir sorgen gerade fleißig dafür, dass die geneigten Spieler auch spannendes Spielmaterial bekommen: Nachdem meine Bronchien mich zwischenzeitlich ausgeschaltet haben, machen Daniel und ich uns jetzt an die Auswertung der Exposés, so dass innerhalb der nächsten zwei Wochen der Startschuss für die Autoren der begleitenden Anthologie Orkengold fallen kann.

Komma zur Gomma

Für all jene, die den alten Weibern entfliehen wollen, Karneval mehr verachten als Adolf Hitler oder einfach zu guter elektronischer Musik tanzen wollen, habe ich noch einen Hinweis für nächste Woche: Das Theater Oberhausen startet eine Reihe guter Partys und die erste findet am 19. Februar statt. Zum Start in ein langes Wochenende darf auf der großen Bühne gefeiert werden. Beiseite mit den Kulissen, wir brauchen Platz für die Boxen!

Special guest Headman (gomma) legt ab 1.00 Uhr auf und bestreitet sein Set mit experimentellen Disco-Sounds. Das local warm-up bestreiten neid…er (Druckluft Oberhausen).

Warum ist es hier zu ruhig?

Dass kann doch nur bedeuten, dass Herr Masberg gerade in Arbeit versinkt. Yep, stimmt. Aber eine kleine Verschnaufpause möchte ich dafür nutzen, um kurz ein Lebenszeichen zu hinterlassen und mich in Erinnerung zu rufen. Sehr gerne würde ich alte Plaudertasche an dieser stelle auch mein Nähkästchen öffentlich ausstellen, aber noch halten andere ihren Finger auf den Deckel. Blöd. Aber das Warten mag sich lohnen. Denn bald kann ich über Wiederaufnahmen, Erstaufnahmen und Schreibwerk berichten. Wenn dann die fremden Finger vom Deckel lassen.

Sternengoldsucher

Ich bin gerade etwas schlampig in der Führung dieses Blogs, was aber vor allem daran liegt, dass sich auf meinem Schreibtisch gerade die Arbeit stapelt. Zwar konnte ich dieses Wochenende ein wenig abarbeiten, aber irgendein Geist schob noch etwas nach.

Jüngst freute ich mich noch, dass Sternengold nicht Orkengold heißen wird, da muss ich jetzt verkündet, dass die Anthologie doch Orkengold heißen wird - denn dieser Name wurde nun schon gedruckt und zwar auf den Seiten der bald erscheinenden Regionalspielhilfe Reich des Roten Mondes. Jeder ist angehalten, an dieser Stelle eine Schweigeminute einzulegen.

Aber zu den Autoren kann ich schon etwas sagen und da haben Daniel und ich ganz groß abgreifen können: Uli Lindner, Elias Moussa, Sebastian Thurau, Stefan Unteregger, das Autoren-Duo Daniel Heßler und ‘Landesvogt’ Fabian Flüss sowie als ‘Frischling’ Muna Bering, die beim Goldenen Becher 2008 den 2. Platz belegt hat. In der Mailingsliste wird auch fleißig diskutiert und entwickelt, dass es eine helle Freude ist.

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