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Archive für Mai 2009

Angesengter Bote

Die DrachenchronikDie Neugestaltung des Aventurischen Boten wirbelt einiges durcheinander. Nachdem bereits der zweite Teil des Walbirg-Szenario Der Schwanenflug der Weißen Prinzessin verschoben wurde, trifft nun auch das Drachenchronik-Prologszenario Die Erben des Goldenen Zeitalters von Franz Janson (das als Bindeglied zwischen meinen Romanen und der Kampagne fungiert) dieses Schicksal: Das Kurzabenteuer wird sich nun endgültig in Ausgabe 138 befinden. Diese Ausgabe wird damit (mit 8 von 40 Druckseiten) zu einem kleinen Drachenchronik-Spezial, denn sie enthält ebenfalls die Mini-Drakonia-Spielhilfe mit den Plätzen 4 bis 10 des Wettbewerbs.

Zur Einstimmung werden die Ausgaben 135 und 136 zudem bereits Teaserartikel enthalten.

Apropos Aventurischer Bote 135: Ich durfte bereits einen Einblick in das neue Layout erhalten und darf ein paar Befürchtungen zerstreuen. Obwohl ich sehr spektisch gewesen bin und die Covergestaltung nach wie vor nicht mag, macht das neue Innenleben doch tatsächlich einen schlanken Fuß. Auch die Trennung zwischen Ingame- und Outgame-Teil geht wunderbar auf, dazu kommen viele schicke Illustrationen, einige davon auch in Farbe!

Einziger Wermutstropfen: Auf die Urzeitkrebse werden wir auch in zukünftigen Ausgaben vergebens hoffen.

Erste Einblicke in den Kreis der Sechs

Die DrachenchronikUm mich mal ein wenig vom Schreiben abzulenken, aber dabei kein schlechtes Gewissen zu haben, möchte ich dem geneigten Leser einen kleinen Einblick in den Kreis der Sechs gewähren. Wie schon angedeutet, schreibe ich gerade an meinem ersten Roman, der - hätten es widrige Umstände nicht verhindert - auch schon vor zwei Wochen fertig gewesen wäre.

Der Kreis der Sechs, so der Titel des ersten von zwei Büchern des Zweiteilers Drachenschatten, wird bei FanPro erscheinen und in Aventurien spielen, der Spielwelt des Rollenspiels Das Schwarze Auge. Die Handlung ist locker mit der Drachenchronik verwoben, beides, Roman und Kampagne, kann man aber auch unabhängig voneinander genießen. Ich gebe mir auch Mühe, Lesern ohne viel Hintergrundwissen einen einfachen Zugang zu erlauben.

Für jene mit Hintergrundwissen will ich schon einmal ein paar Hinweise streuen:
Die Handlung spielt auf zwei Ebenen. Da wäre die Haupthandlung, die in Kuslik des Jahres 1032 BF spielt, wenige Monate nach dem Ende des Computerspiels Drakensang. Die Heldin der Geschichte ist die junge Magierin Avesa Farfara, deren gut eingerichtetes Leben aus den Fugen gerät, als ein ihr nahestehender Mensch stirbt. Die Umstände des Todes sind so erschreckend wie geheimnisvoll, zumal scheint es Kräfte zu geben, die sie vertuschen wollen. Gemeinsam mit ihrem Geliebten, dem Stadtgardisten Horadan, und ihrem Jugendfreund, dem Dieb Dartan, macht sie sich auf die Suche nach den Hintergründen, die am Dimension gewinnen, als ein heiliges Artefakt der Hesinde-Kirche gestohlen wird und ein zwielichtiger Magier auf den Plan tritt.

Das ist aber nur ein Teil der Geschichte. Der andere ist 1009 BF angesiedelt und wird uns weit über Aventurien hinausführen. Er beginnt, als der almadanische Magier, Lebemann und Zyniker Killgorn von Punin den Auftrag erhält, einen Zirkel des Verhüllten Meisters Taphîrel ar’Ralahan zu infiltrieren, eines uralten Magiers, der in seinem Turm am Rande der Zivilisation einen Plan vorbereitet, der die Welt verändern kann - nur ob zum Besseren oder Schlechteren bleibt die Frage. Um dies zu beantworten, wird Killgorn Aventurien hinter sich lassen müssen - und vielleicht das Einzige opfern, was sein verbittertes Herz Linderung schenken könnte.

Es werden in beiden Büchern auch Figuren eine Rolle spielen, die man vielleicht vom Spieltisch kennt. Alles will ich natürlich nicht verraten, aber mit einer kleinen Auswahl an Namen neugierig machen: Neben dem genannten Taphîrel wären das Aleya Ambarethk, Kiranya von Kutaki, Robak von Punin und … Dexter Nemrod!

Zurück an die Arbeit … (Ja, ich bevorzuge Nachtschichten)

Laute Gitarren!

Was für ein Konzert! Ich wunderte mich zwar bei der heutigen Vorstellung, warum alle Schauspieler so leise gesprochen haben, aber das wird sich mit den nächsten Tagen legen. Was soll ich sagen: Die Jungs von Metallica haben es einfach drauf und Machine Head als Vorgruppe waren genau das Richtige zur Einstimmung - vor allem als Mr. Hetfield sich entschloss, ein wenig Support zu geben.

Das einzige, was den Genuss ein wenig trübte, war die etwas bescheidene Akustik in der KöPi-Arena, zumindest in den oberen Rängen. Mit Metallica bekamen sie es glücklicherweise wieder einigermaßen in Griff, am Anfang packte mich jedoch das Grausen.

Ansonsten: Es wurden mal wieder richtig dicke Bretter gebohrt!

Die Drachenchronik naht

Die DrachenchronikJetzt ist es bald soweit: Satz und Layout für den ersten Band Drachenschatten nahezu abgeschlossen, womit er zeitnah in Druck gehen kann - und wenn die polnischen Drucker nicht wieder zu Scherzen aufgelegt sind, spricht nichts gegen ein Erscheinen um die Monatsgerne Juni/Juli - wie passend, dass Daniel und ich auf der FeenCon unser Prolog-DPA* anbieten werden.

*) Dual-Party-Adventure - wie das MPA in klein, aber nicht weniger episch

Gitarren!

Herr Masberg gibt sich heute Metallica.

Mögt ihr alle vor Neid erblassen!

Der YPS-Bote

Bald kommt er, der Aventurische Bote 135, mit dem alles anders wird - zumindest optisch. Ein paar Seiten mehr hat er auch, die haben aber nichts mit DSA zu tun. Seit heute kann man das neue Cover bewundern, das meine Befürchtungen für das Innenlayout nährt - leider wissen auch wir unmittelbar am Boten Beteiligte noch nicht, was uns da erwartet, wir sind also ebenso gespannt wie die geneigte Leserschaft.

Mit Waffengewalt den Bahnhofskiosk stürmenBedauerlich ist es - auch wenn dies Geschmacksache sein darf -, dass es nicht für ein eigenes Cover reicht. Statt dessen werden die Titelbilder aktueller Publikationen mitverwertet, im Falle der Ausgabe 135 jenes der Anthologie Wahl der Waffen. Das neue Logo ist recht hübsch geworden, aber ansonsten nimmt sich der Bote sehr unspektakulär aus - um damit der gewünschte Durchbruch am Bahnhofskiosk gelingt, wage ich zu bezweifeln.

Und dann diese magazintypischen Anpreisungen des Inhalts auf der Titelseite: »Mit Inneraventurischen Schwarz/Weiß-Teil zum rausnehmen« - na, wenn das kein Kaufanreiz ist! Neben der Frage, ob man mit der etwas fragwürdigen Groß- und Kleinschreibung hip wirken möchte, beschäftigt mich vor allem, was uns als nächstes erwartet.

Vielleicht die Urzeitkrebse?

Enthüllt: Drakonias Geheimnisse (Teil III und Abschluss)

Die DrachenchronikIch bin mir sicher, dass zumindest drei Personen heute schon den einen oder anderen Blick auf meinem Blog geworfen haben. (Lieben Gruß an Aleksandar, Christoph und Markus!) Auch wenn ich euch gerne früher erlöst hätte, habe ich einfach nicht eher geschafft. Doch jetzt ist es soweit: Die ersten drei Plätze des Wettbewerbs werden enthüllt!

Euch dreien auch an dieser Stelle noch einmal die herzlichsten Glückwünsche, auch im Namen der Jury und der Drachenchronisten - und ein herzliches Willkommen im Reigen der Autoren der nächsten großen Abenteuerkampagne!

Bevor ihr euch endgültig zurücklehnen könnt, werdet ihr in den nächsten Tagen noch eine kommentierte Fassung eurer Mysterien erhalten, um den letzten Schliff zu tätigen. Mehr dazu in einer persönlichen Mail.

Auch wenn ich es wiederholt getan habe, bedanke ich mich auch jetzt noch einmal an allen Teilnehmern. Trotz aller Arbeit, die dieser Wettbewerb bereitet hat, hat er uns auch viel Freude bereitet und Das Schwarze Auge in seinem Jubiläumsjahr auch wieder ein Stück näher an seine Spieler gerückt. Zumindest wissen wir jetzt, was für (im positiven Sinn) abgefahrene Ideen ‘da draußen’ existieren - und dass es sich lohnt, ihnen häufiger mal zu lauschen.

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Im Zeichen der Drachen

Die DrachenchronikUm allen angehenden Drachenchronisten das Stöbern in meinem Blog zu erleichtern, gibt es jetzt nicht nur eine eigene Kategorie zur Drachenchronik, zusätzlich sind alle Einträge, die sich mit der bald erscheinenden Kampagne befassen mit der nebenstehenden Graphik gekennzeichnet, die von Mia Steingräber gestaltet wurde und die auch im Aventurischen Boten Artikel markiert, die sich speziell um die Drachenchronik drehen.

Enthüllt: Drakonias Geheimnisse (Teil II)

Die DrachenchronikDa nun schon der 5. Mai ist und die letzten Stunden mit Texten zu der Drachenchronik verbracht habe, beende ich mein Nachtwerk, in dem ich nun die Plätze 4 bis 10 des Wettbewerbs enthülle. Damit ist nun die eigentlich wichtigste Frage auch schon beantwortet: Welche drei Mysterien werden in dem Abenteuerband Drachenschwur veröffentlicht, welche in dem Magazin Aventurischer Bote (voraussichtlich in der Ausgabe 138)? Wer nun aber auf welchem Siegertreppchen steht, das wird der 11. Mai offenbaren.

Herzlichen Glückwunsch und gute Nacht!

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Such das Stöckchen!

Durch Zufall bin ich gerade darauf gestoßen, dass mir jemand ein Stöckchen zugeworfen hat - und zwar schon letztes Jahr im März. Jetzt bin ich gerade direkt darüber gestolpert, hebe es auf, ritze meine Botschaft ein und schmeiße es dann mal weiter.

Olaf vom Blog des Schwarzen Auges möchte von mir wissen, was meine All-Time-Top-5-Abenteuer des Schwarzen Auges sind. Mh, da muss ich wirklich mal überlegen. Wie ich mal mit Freunden festgestellt habe, ist es nämlich bedeutend einfacher, eine Top10 und eine Top3 festzulegen, eine Top5 ist aber tükisch. Ich will es dennoch versuchen und mich dadurch einschränken, dass ich mich auf offizielle Abenteuer beschränke:

Platz 5: Borbarads Fluch

Ufos & Strahlenwaffen - Borbarads FluchJa, spinnt er denn jetzt völlig, der Herr Masberg? Dieses Solo-Abenteuer aus den Frühtagen des Schwarzen Auges, in dem man unter dem Tafelberg der Gorischen Wüste ein Raumschiff entdeckt, dessen Atomreaktor man vor der Explosion bewahren muss (was man mit den Kristallaugen des mumifizierten Borbarad schafft), kann doch nicht wirklich ernsthaft hier angeführt werden! Doch, kann es. Schaut in meine DVD-Sammlung: Ich liebe hanebüchernen Trasch!
Und es sind die kleinen Randnotizen, die den Charme alter Abenteuer ausmachen. Schließlich ist dieses Abenteuer die ‘Geburtsstunde’ Borbarads, wir hören aber auch das erste Mal von ‘Zheta’, ‘Oron’ und vielem mehr.
Deswegen: Platz 5 für das Abenteuer aus der Zeit, als DSA sich so etwas noch erlauben durfte. Und viel abwegiger als Fliegende Festungen ist das Ufo unter der Gor auch nicht.

Platz 4: Der Zorn des BärenEine Hochzeit & viele Todesfälle - Der Zorn des Bäre

Noch ein Klassiker. Was muss man viel zu diesem Abenteuer sagen? Atmosphärisch großartig mit einer anrührenden Geschichte und viel Möglichkeit, wirklich Rollenspiel zu betreiben. Und auch trotz seines Alter wirkt das Abenteuer heute noch ‘moderner’ als viele neue Werke.

Platz 3: Die unsichtbaren Herrscher

Indy-Feeling ohne Peitsche - Die unsichtbaren HerrscherLeider ein Abenteuer, zu das wir nie die Zeit gefunden haben, es zu spielen - aber das Lesen alleine macht schon so einen Spaß, dass es definitiv an dieser Stelle erwähnt gehört. Trotz aller epischen Geheimnisse, die man aufdecken kann, versprüht es einen Witz, den viele neuere Abenteuer missen lassen. Wann ist DSA eigentlich so ernst geworden?
Meiner Meinung nach gibt es kein besseres Abenteuer mit dem Charme von Indiana Jones als dieses kleine Meisterwerk.

Platz 2: Jenseits des Lichts

Der Hund weiß es!Bei wohl kaum einem zweiten Abenteuer haben wir am Tisch mehr gelacht. “Der Hund weiß es” ist heute noch ein geflügeltes Wort in unserer Runde. Ein herrlich verschrobener Spaß, nicht nur, weil ich so eng mit dem Theater verbunden bin. Bei kaum einen zweiten Abenteuer kann man mit solcher Lust Intrigen spinnen, Herrscher stürzen und Reiche dem Untergang weihen - um dann zügig den selbst angerichteten Schaden wieder zu beseitigen. Dieses Werk ist Kult!

Platz 1: Blutige See

Bäume, die auf dem Wasser wurzeln - Blutige SeeFür die ersten beiden Pätze musste ich nicht lange überlegen, was sicherlich auch an den Erfahrungen mit meiner phantastischen Spielrunde liegt. Blutige See hat uns wirklich lange begleitet, auch über das eigentliche Finale hinaus, weil ich das Setting und die großartigen Meisterpersonen noch für eigene Abenteuer und Fortsetzungen verwendet habe. Inspiriert durch diesen Band ist die Blutige See wohl zur besten Kampagne unserer Runde geworden - und auch noch Jahre später hängen mir Simone und Ulli am Rock, wann wir denn mal wieder auf der Blutigen See spielen.
Leider hat kein Kampagnenband danach es geschafft, an die Coolness und Freiheit dieses Bandes wieder heranzukommen - weder Die Herren von Chorhop noch Von eigenen Gnaden.

Noch erwähnenswert

Ich könnte unzählige Abenteuer auflisten, erwähnen möchte ich aber noch Der Unersättliche (was wir leider zwecks Zeitmangel übersprungen haben), Klar zum Entern! (von dem ich so viel Gutes gehört habe, dass ich es endlich spielen möchte - wenn Christian die Zeit zum Vorbereiten und wir alle die Zeit zum Spielen finden), Strom der Feinde (nicht weil ich es geschrieben habe, sondern weil es a) die erfolgreiche Umsetzung eines lange gehegten Vorhabens war, nämlich dass Daniel und ich zusammen mit einer ordentlichens Portion Chuzpe ein Abenteuer schreiben und b) die wohl coolste Con-Erfahrung war, dieses Abenteuer zusammen mit Daniel und einem Dutzend Verrückter auf der FeenCon zu leiten) und - vor allem - Herrschaft der Finsternis. Dieses wird kein Mensch kennen, denn es ist ein ‘Jubiläumsabenteuer’, das ich für meine Spielrunde geschrieben habe. Da ich mich auf offizielle Abenteuer beschränkt habe, hatte es keine Chance auf Platz 1 zu kommen, aber was wir am Spieltisch aus meiner fixen Idee von einer alternativen Zukunft, die die erwachsenen Kinder unserer Helden verhindern müssen, gemacht haben, gehört nach wie vor zu den intensivsten Rollenspielerfahrungen, die ich habe machen dürfen.

Und - Wurf!

Jetzt wissen alle darüber Bescheid - und es natürlich jeder eingeladen, seine eigenen Top5 zu kommentieren. Das etwas angemoderte Stöckchen nehme ich hingegen und werfe es weiter an The Roach und seinen bewährten Spielblog.

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