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Archive für September 2009

Drachen im Drucker

Mein Roman Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs ist jetzt beim Drucker. Die Spannung steigt, hoffentlich auch bei der geneigten Leserschaft.

Überflüssige Pläne

Die Filmwelt ist voll von überflüssigen Remakes und die Schlimmsten stehen uns sicher noch bevor. In diesen Reigen reiht sich nun ein Film ein, bei dem man in gewisser Weise von einem Sakrileg sprechen kann - oder von einer völligen Schwachsinnsidee. Gemeint ist das Remake von Plan 9 from Outer Space. Ja, werte Freunde des fragwürdigen Filmgeschmacks, auf euren Gesichter schleicht sich wohl gerade derselbe Ausdruck, der sich auch meiner bemächtigt hatte. Erst recht, wenn ihr den Trailer gesehen habt.

Es bleibt die Frage: Wieso? Ein Film wie Plan 9 from Outer Space, mit dem Ed Wood seinen Titel als schlechtester Regisseur aller Zeiten erwarb und sich so doch einen Namen machte, ist heute nicht einmal von Uwe Boll denkbar. Allein das Ensemble an gescheiterten Gruselfilmikonen und tragischen Gestalten! Die unfreiwillige Komik des Originals, die durch den feierlichen Ernst des Projektes entsteht! Die völlige Talentfreiheit!

Also wieso? Der Trailer vermerkt am Ende: “This is for Ed and his crew.” Eine echte Verneigung drehte jemand anderes bereits vor Jahren. Der Film heißt Ed Wood.

Quellen:

Der Kreis der Sechs kommt im Oktober zusammen

Wie ich heute von Verlagsseite erfahren habe, wird Der Kreis der Sechs planmäßig Mitte Oktober erscheinen. Das heißt, der Satz sollte gerade in der Fahnenkontrolle sein und das Coverbild wird mit Titel und alles, was dazu gehört, versehen.

Der Zirkel findet zusammen

Auf den Seiten von FanPro ist nun endlich die Ankündigung zu Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs mit samt Cover und Klappentext erschienen - allerdings noch ohne ein Erscheinungsdatum zu nennen, gleichwohl nach wie vor nichts gegen eine baldige Veröffentlichung spricht. Jedenfalls nicht von meiner Seite.

Von den verschiedenen Vorschlägen, die als Klappentext eingereicht habe, hat folgender das Rennen gemacht:

DDer Umbilicus, heiliges Artefakt und Nabel der hesindianischen Glaubenwelt, ist verschwunden. Zur gleichen Zeit stirbt ein Magister unter geheimnisvollen Umständen. Während der Draconiter Borson Erantes nach dem Verbleib der Reliquie forscht, sucht Avesa Farfara, die junge Schülerin des Toten, nach dem Mörder ihres Meisters. Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Geliebten, dem Stadtgardisten Horadan, und ihrem Jugendfreund Dartan, einem Dieb aus Aldtenküslich. In beiden Fällen verdichten sich die Spuren auf einen undurchschaubaren Magier. Welches düstere Geheimnis umgibt ihn? Und welche Rolle spielt der »Kreis der Sechs«, ein geheimer Bund mächtiger Magier, der in der Vergangenheit die Geschicke Aventuriens beeinflusste?
Der Kreis der Sechs ist der erste Band des Zweiteilers Drachenschatten, der von den Umtrieben uralter Kulte im Lieblichen Feld erzählt, deren Ursprung in einer Zeit lange vor den Menschen liegt, als Echsenwesen und Drachen das Land beherrschten.

Laut Verlagsangaben wird der Roman den üblichen Preis von 9€ haben und etwa 300 Seiten umfassen.

Die Geburt der Mittnacht

Neues aus den Dunklen Zeiten

Die Arbeit an der Setting-Box zu den Dunklen Zeiten geht in die nächste Phase. Neben einem unvermeidlichen Regelband und dem ausführlichen Hintergrundbuch, mit dem man seine eigenen Kampagnen der der vier Jahrhunderte umspannenden Epoche gestalten kann, enthält sie auch einen Abenteuer- und einen Kurzgeschichtenband. Letztere beide werden nun unter der Redaktion von Elias Moussa in Angriff genommen.

Vor geraumer Zeit schrieb ich bereits, dass das Dunkle Zeiten-Projekt für mich als Autor eines der Highlights ist, da man sich dabei viel freier in der Spielwelt Aventurien bewegen konnte - in einem Maß, das die von Metaplot durchzogene Gegenwart leider nicht mehr zulässt. Deswegen habe ich mich auch diesen beiden Bänden geradezu aufgedrängt, um noch ein wenig mehr von dieser Zeit mitzunehmen.

Die Geburt der Mittnacht

Unter diesem Titel werden Daniel Simon Richter und ich einen Szenario-/Kampagnenhintergrund für den Abenteuerband beisteuern, in dem die Helden an der Seite von Isegrein dem Alten den unentdeckten Norden erschließen werden. Es ist das erste Abenteuer in Weiden - früher geht nicht. Natürlich werden einige Wesen, die auch heute noch dort wirken, eine Rolle spielen. Ein Vorbild ist für uns der Abenteuerklassiker Schatten über Travias Haus: Versorgt mit der Beschreibung der wichtigsten Meisterpersonen und Örtlichkeiten sowie Plotelemente bekommt der Spielleiter einen Baukasten an die Hand, mit dem er ein Siedlerszenario in einem unerschlossenen Gebiet gestalten kann.

Malugin

Im Kurzgeschichtenband findet sich aus meiner Feder die Erzählung Malugin, die im antiken Cuslicum kurz nach der Ersten Dämonenschlacht angesiedelt ist. In einzelnen Schlaglichtern wird der Aufstieg und die Herrschaft eines ehemaligen Centurios von Fran-Horas’ Prätorianergarde und selbsternannten Tribuns verfolgt. Dabei verfolge ich das Konzept, unmittelbar vor oder nach großen Ereignissen reinzuschneiden. Die Lücken sind dabei so gesetzt, dass eine Spielrunde sie am Spieltisch füllen kann.

Ich denke, ich greife nicht zu sehr vor, wenn ich verrate, dass die Erzählung auch in einem gewissen Zusammenhang mit meinen DSA-Romanen steht. Zwar braucht man auch hier weder das eine, um das andere genießen und verstehen zu können, aber im Zusammenhang vertiefen sich die Ereignisse und ergeben, so der Plan, ein stimmiges Gesamtbild.

Mh, schon eigentümlich, dass gerade die Dunklen Zeiten für mich ein Lichtblick sind …

Am Ende des Briefes

Ulrich Lang schrieb in seinem Blog, den Selemer Tagebüchern, seine Gedanken über den Niedergang des Briefspiels nieder. Er macht eine Beobachtung, die ich teilen kann, auch wenn ich selbst nie wirklich im Briefspiel aktiv gewesen bin. Ich habe mich daran versucht, aber festgestellt, dass es nicht meine Form des Spiels ist, ebenso, wie ich mich beim LARP zurückhalte. Die Punkte, die Ulrich anspricht, sehe ich jedoch ähnlich: Die Muse, Texte anderer zu lesen und zu erweitern, fehlt mit voranschreitendem Alter und vor allem Berufsleben immer mehr. Zudem wirkt das sich über Wochen und Monate ziehende, zeitverzögerte Spiel im modernen Leben anachronistisch und für den Nachwuchs unattraktiv. Der Kreis der wirklich aktiven Briefspieler hat sich stark reduziert, was man auch auf der alljährlichen Bilstein deutlich merkt, zudem fehlt es an jungen Spielern.

Es gibt ganze Regionen, die in einem komatösen Halbschlaf gefallen sind, was auch an den Kanzlern liegen mag, die oft selbst nicht mehr die gleiche Zeit finden, ihre Barone zu betreuen, Plots anzuregen und Spieler zu motivieren, wie sie vielleicht noch vor vielen Jahren die Zeit hatten.

Ich weiß, dass es viele Spieler in den Foren gibt, die einen Freudentanz über das Ende des Briefspiels aufführen würden, aber hier spielen vor allem falsche Vorstellungen von einer vermeindlichen Bevorzugung, vielleicht auch Neid die Rolle. (Der DSA-Spieler ist weder der Briefspieler, noch jener, der in Foren am lautesten schreit, noch jener, der die meisten Cons besucht - aber das ist ein anderes Thema.) Fakt ist jedoch, dass ohne das Engagement des Briefspieles DSA heute ein anderes Spiel wäre. Viele Plots wären ohne begeisterte Spieler gar nicht zustande gekommen. So wäre die Borbarad-Kampagne sicherlich eine andere gewesen, hätten die tobrischen Briefspieler sich nicht mit aller Leidenschaft an das Thema drangehangen. Auch ist das Briefspiel immer ein Sprungbrett für neue Autoren und Impulse gewesen. Die berüchtigten Adelshochzeiten, die immer wieder angeführt werden, wenn andere Argumente ausbleiben, sind nur eine übersichtliche Phase gewesen und nehmen gar nicht so viel Publikationsraum ein, wie stets angeführt.

Das Briefspiel hat Aventurien lebendig gemacht und gerade in den Anfangstagen Bereiche gefüllt und Regionen geprägt, die wir heute als selbstverständlich hinnehmen, zu denen die Redakteure und Autoren der ersten Tage aber keine Vorstellung hatten. Durch die Bilstein wurde Aventurien unmittelbar erfahrbar.

Ich glaube aber auch, dass das Briefspiel in seiner heutigen Form überholt ist. Es bedarf neue Impulse. Ich hoffe da sehr auf die neuen Spieler und wünsche mir, dass dort nicht etwas nur kurzlebig aufflammt, so wie Ulrich es beschwört. Vor allem aber möchte ich die neuen Spieler motivieren, ihre Ideen gegen die alten Hasen durchzusetzen. Und die Alteingesessenen möchte ich dazu anhalten, ein offenes Ohr zu haben - nicht nur für neue Figuren und Plots, sondern auch für neue Formen. Ulrichs Lösungsansatz finde ich nicht uncharmant und ich würde mich freuen, wenn andere auf diesen Zug aufspringen.

Das Briefspiel ist nicht am Ende, es wäre auch schade darum, weil Das Schwarze Auge dadurch um eine einzigartige Facette beraubt wird, die so kein anderes großes Rollenspiel zu bieten hat. Zumal auch der Verlag nach langer Skepsis entschieden hat, diese Form des Rollenspiels zu erhalten und fördern zu wollen. Darin liegt eine große Chance zum Wandel und ein Nährboden für neue Ideen.

Spider-Maus

Spider-Ham, die Abenteuer von Peter Porker, waren herrlich trashige Comics - und ja, ein die Wände hochlaufendes Schwein gab es schon vor dem Simpsons-Film. Nun rückt aber Spider-Mouse in greifbare Nähe, denn Disney hat Marvel aufgekauft. Damit will Disney sein Angebot erweitern, aber irgendwie will ich die beiden Konzerne nicht wirklich zusammenkriegen. Mal ehrlich: Mickey Mouse unter einem Dach mit dem Punisher? Und letztlich ist Disney nicht gerade dafür bekannt, sich aus laufenden Angelegenheiten rauszuhalten und die kreativen Köpfe mal machen zu lassen. Zwar hat Disney in den letzten Jahren auch Filme für Erwachsene produziert, aber ich komme nicht darum, singende Prinzessinnen, singende Meerjungfrauen und singende Kerzenständer mit dem Mäuse-Imperium zu assoziieren.Andererseits eröffnet das ganz neue Crossover: Namor vs. Arielle! Wolverine vs. Donald Duck: Ultimate Bare-Knuckle! Und: Hulk smash Mickey Mouse!

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