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Allgemeines
Das Schwarze Auge
Kunst und Kultur
Archive für Oktober 2009
Das erste eigene Buch
25.10.2009 von admin.
Auf der Spielemesse bekam ich ein Belegexemplar meines ersten Romans überreicht. Ein eigentümliches Gefühl, wie ich so am Abend durch die Seiten blätterte. Angesichts meiner mittlerweile recht stattlichen Publikationsliste für Das Schwarze Auge bin ich es eigentlich gewohnt, meinen Namen auf Buchrücken gedruckt zu sehen. Doch ein Roman erweist sich doch als etwas anderes.
Im Gespräch mit einem befreundeten Spieler habe ich es mit meiner ersten großen Inszenierung an einem Stadttheater verglichen. Vorher hatte ich schon Inszenierungen im studentischen Rahmen und oder der Rauchbar des Theater Oberhausens vorzuweisen. Wie aber Das Herz eines Boxers seine erfolgreiche Premiere hatte und ich am nächsten Tag durch die Straßen spazierte, am Theater vorbeikam und mir noch einmal das (dort seit Tagen hängende) Banner sah, das das Stück ankündigte – da hatte ich ein ähnliches Gefühl, das irgendwo zwischen Freude und Erleichterung, Bestätigung, Stolz und einer Spur Unsicherheit angesiedelt ist.
Geschrieben in Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs, Geschriebenes | Keine Kommentare »
Zwei Tage Spielemesse: Ärmer, aber dennoch reicher
25.10.2009 von admin.
Nach zwei Tagen der Reizüberflutung auf der Spielemesse (und Comic Action; ich bin ja Teil mehrerer Zielgruppen) in Essen gönne ich mir heute nun einen entspannten Sonntag.
Und ich bin mit großer Beute zurückgekehrt. So habe ich mir nicht nur endlich Opus Anima geholt, ein Rollenspiel des grotesken Horrors, das ebenso Motive von Burton wie Lovecraft in sich vereint und vor allem durch eine rundum gelungene Aufmachung glänzt, sondern auch den zweibändigen Comic Juan Solo, der mir durch Zufall vor über einem halben Jahr in einem kleinen, aber feinen Comicshop in Luzern auffiel: Darin geht es um einen ziemlich harten Brocken, der mit einem Hundeschwanz geboren, auf einem Müllplatz ausgesetzt und von einem zwergwüchsigen Transvestiten großgezogen wurde.
Ebenfalls von meiner Liste der Dinge, die ich mir unbedingt noch holen muss, kann ich The day I swapped my father for two goldfish streichen, einem von Neil Gaiman geschriebenen und Dave McKean gezeichneten Kinderbuch – inklusive CD, auf der der Autor selbst sein Werk liest. Mehrmals sabberte ich dann noch auf die Exemplare von Ultimate Sandman, doch das Geld hatte ich bei allen Angeboten einfach nicht. Schön sind sie aber dennoch.
Als Fortsetzung zum letzten Jahr habe ich mir statt dessen das jüngst erschienene TPB Mouse Guard: Winter 1152 geholt, ebenso wunderschön gezeichnet wie der Vorgänger, dass einem sich gleich das Herz öffnet vor Glück. Hoffnungslos war allerdings meine Suche nach dem Mouse Guard RPG, das es tatsächlich an einem Stand geben sollte, der auch gesehen wurde, doch sich weder von mir noch den Zeugen (wieder)finden ließ. So muss ich mich noch etwas gedulden, geordert ist das Spiel allerdings.
Ganz große Freude bereitete mir der Kauf von Hollow Earth Expedition (kurz HEX), einem nun auf deutsch erschienenen Pulp-Rollenspiel, das Mitte der 30er Jahre angesiedelt ist. Mit seinen genretypischen Figuren dringt man in die Hohlwelt unter der Erde ein (ja, es gibt sie wirklich), um gegen Nazis, Dinosaurier und intelligente Riesenaffen zu streiten. Teilnehmer für unsere erste HEX-Runde haben wir schon, die ersten Ideen für Abenteuer in der Hohlwelt sind gleich beim Lesen in meinem Kopf entstanden. Sehr ansprechend ist auch das simple Spielsystem, das zudem das Ausspielen seines Charakters belohnt und dadurch Vorteile schafft. Zusammen mit der Optik kann ich nur sagen: Beide Daumen hoch!
Eine weitere Entdeckung, wenn auch nicht eine, in die ich umgehend Geld investiert habe, waren die Gesellschaftsspiele von LEGO. Ich sollte nie Kinder haben, ich würde immer mit ihrem LEGO spielen, das ist mir wieder deutlich vor Augen geführt worden. Vom kleinen Reisespiel bis zum großen Spaß für die bastelwütige Familie reicht die gesamte Palettte. Alle Spiele gefallen durch das liebevolle Design und die eingängigen Mechanismen – auch wenn man schon mal fast zwei Stunden an einem Spiel sitzen kann, wie wir Jungs bewiesen haben. Dafür gab es dann auch Kronen – meine für ungebührliches Verhalten.
Aber neben der Kaufwut hat mich vor allem eines glücklich gemacht: Die vielen bekannten Gesichter, die man nur zu wenigen Gelegenheiten im Jahr sieht.
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Nahende Drachen vertreiben den Schwarzpelz
15.10.2009 von admin.
Was Carsten Moos vom F-Shop jüngst im Ulisses-Forum berichtete, stimmt: Der Kampagnenband Orkengold wird nicht wie von mir in optimistischer Unkenntnis behauptet noch in diesem Jahr erscheinen, wohl auch nicht Anfang 2010, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit an der Bruchstelle zwischen 1. und 2. Quartal. Dies hängt mit dem Produktplan von Ulisses zusammen, denn natürlich möchte der Verlag seine Produkte nicht einfach auf den Markt schmeißen, wann sie fertig sind. Da Daniel und ich kurz vor der Abgabe stehen, wird der Band aber auch genau dann erscheinen. Sobald ein genaues Datum feststeht, werde ich es natürlich kundtun.
Die Kampagne wird in etwa die Monate Peraine bis Rahja 1032 BF umfassen, wobei sie nur einen groben Zeitrahmen vorgibt und von der Datierung fixer Ereignisse absieht, um die nötige Freiheit zu ermöglichen. Die Publikation wird somit ein paar Monate nach der aventurischen Zeit erscheinen, was allerdings keine größeren Probleme aufwerfen sollte.
Ich habe aber gerade erfahren, dass sich mein Debütroman Der Kreis der Sechs (Leseprobe) nun wohl in der Auslieferung befinden soll, womit einem Erscheinen innerhalb der nächsten Tage nichts mehr im Wege steht.
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Dem Ork den Pelz putzen
13.10.2009 von admin.
In diesen Tagen befinden sich Daniel und ich in der Endphase des Kampagnenbandes Orkengold, den wir am Ende der Woche beim Verlag abgeben, damit er mit ein wenig Glück dieses Jahr noch erscheinen kann. Endphase bedeutet, dass wir uns noch einmal (und mehrfach) Abenteuer für Abenteuer vornehmen, Satz für Satz durchgehen und alles in einen Guss bringen.
Und wie ich die Abenteuer lese, bekomme ich gleich Lust darauf, sie zu spielen. Denn in ihnen stecken viele frische Ideen und ich bin mir sicher, dass diese auch andere zu begeistern verstehen. Tatsächlich scheint uns das Kunststück zu gelingen, trotz einer Kampagnenhandlung (die nun einmal das Eintreten bestimmter Ereignisse voraussetzt) eine möglichst offene Struktur zu schaffen, in der die Helden sich frei bewegen können. Das böse, böse Wort »Railroading« wird man diesem Band nicht als Stempel aufdrücken können. Denn anstelle eines vorgeschriebenen Weges setzen wir vielmehr auf dramaturgische Wegpunkte – doch wie diese erreicht werden, liegt bei den Helden. Um den Meister in einer solchen Situation nicht alleine zu lassen, haben sich unsere Autoren sehr intelligent überlegt, mit welchen Werkzeugen der Spielleiter auf die Entscheidungen der Helden reagieren kann – ein Scheitern miteingeschlossen.
Ganz nebenbei lüften die Helden noch drei Mysterien, die es in sich haben – zwei davon werden in Reich des Roten Mondes bereits umrissen, das dritte wird eine echte Überraschung sein. Es wird also auch episch, wenn auch nicht in einem Maß wie jüngst bei Donner & Sturm, so dass keine Helden der Weltenretter-Liga gefragt sind.
Genug geschwärmt, jedoch wird dem Ork wieder der Pelz geputzt!
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Leseprobe zu »Der Kreis der Sechs«
7.10.2009 von admin.
Es kann sich nur noch um Tage handeln, bis mein Debütroman vom Drucker zurückkehrt und sich auf den Weg in den Handel macht. Um die Zeit bis dahin ein wenig zu verkürzen, habe ich einen Teaser zusammengestellt, der auf meine Lesung auf der diesjährigen RatCon in Dortmund beruht. Diese Leseprobe steht nun im Netz. Ich lade hiermit jeden ein, einen Blick zu riskieren, hoffe, neugierig auf das vollständige Werk machen zu können, und freue mich über jede Rückmeldung - in diesem Blog oder per Mail.
Der Roman erscheint bei FanPro, wird etwa 350 Seiten umfassen, 9,–€ kosten und kann unter der ISBN 3890641695 bestellt werden.
Link
Geschrieben in Drachenschatten I: Der Kreis der Sechs, Die Drachenchronik, Geschriebenes | Keine Kommentare »