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Allgemeines
Das Schwarze Auge
Kunst und Kultur
Archiv der Kategorie Fundstücke
Zwei Tage Spielemesse: Ärmer, aber dennoch reicher
25.10.2009 von admin.
Nach zwei Tagen der Reizüberflutung auf der Spielemesse (und Comic Action; ich bin ja Teil mehrerer Zielgruppen) in Essen gönne ich mir heute nun einen entspannten Sonntag.
Und ich bin mit großer Beute zurückgekehrt. So habe ich mir nicht nur endlich Opus Anima geholt, ein Rollenspiel des grotesken Horrors, das ebenso Motive von Burton wie Lovecraft in sich vereint und vor allem durch eine rundum gelungene Aufmachung glänzt, sondern auch den zweibändigen Comic Juan Solo, der mir durch Zufall vor über einem halben Jahr in einem kleinen, aber feinen Comicshop in Luzern auffiel: Darin geht es um einen ziemlich harten Brocken, der mit einem Hundeschwanz geboren, auf einem Müllplatz ausgesetzt und von einem zwergwüchsigen Transvestiten großgezogen wurde.
Ebenfalls von meiner Liste der Dinge, die ich mir unbedingt noch holen muss, kann ich The day I swapped my father for two goldfish streichen, einem von Neil Gaiman geschriebenen und Dave McKean gezeichneten Kinderbuch – inklusive CD, auf der der Autor selbst sein Werk liest. Mehrmals sabberte ich dann noch auf die Exemplare von Ultimate Sandman, doch das Geld hatte ich bei allen Angeboten einfach nicht. Schön sind sie aber dennoch.
Als Fortsetzung zum letzten Jahr habe ich mir statt dessen das jüngst erschienene TPB Mouse Guard: Winter 1152 geholt, ebenso wunderschön gezeichnet wie der Vorgänger, dass einem sich gleich das Herz öffnet vor Glück. Hoffnungslos war allerdings meine Suche nach dem Mouse Guard RPG, das es tatsächlich an einem Stand geben sollte, der auch gesehen wurde, doch sich weder von mir noch den Zeugen (wieder)finden ließ. So muss ich mich noch etwas gedulden, geordert ist das Spiel allerdings.
Ganz große Freude bereitete mir der Kauf von Hollow Earth Expedition (kurz HEX), einem nun auf deutsch erschienenen Pulp-Rollenspiel, das Mitte der 30er Jahre angesiedelt ist. Mit seinen genretypischen Figuren dringt man in die Hohlwelt unter der Erde ein (ja, es gibt sie wirklich), um gegen Nazis, Dinosaurier und intelligente Riesenaffen zu streiten. Teilnehmer für unsere erste HEX-Runde haben wir schon, die ersten Ideen für Abenteuer in der Hohlwelt sind gleich beim Lesen in meinem Kopf entstanden. Sehr ansprechend ist auch das simple Spielsystem, das zudem das Ausspielen seines Charakters belohnt und dadurch Vorteile schafft. Zusammen mit der Optik kann ich nur sagen: Beide Daumen hoch!
Eine weitere Entdeckung, wenn auch nicht eine, in die ich umgehend Geld investiert habe, waren die Gesellschaftsspiele von LEGO. Ich sollte nie Kinder haben, ich würde immer mit ihrem LEGO spielen, das ist mir wieder deutlich vor Augen geführt worden. Vom kleinen Reisespiel bis zum großen Spaß für die bastelwütige Familie reicht die gesamte Palettte. Alle Spiele gefallen durch das liebevolle Design und die eingängigen Mechanismen – auch wenn man schon mal fast zwei Stunden an einem Spiel sitzen kann, wie wir Jungs bewiesen haben. Dafür gab es dann auch Kronen – meine für ungebührliches Verhalten.
Aber neben der Kaufwut hat mich vor allem eines glücklich gemacht: Die vielen bekannten Gesichter, die man nur zu wenigen Gelegenheiten im Jahr sieht.
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Überflüssige Pläne
17.9.2009 von admin.
Die Filmwelt ist voll von überflüssigen Remakes und die Schlimmsten stehen uns sicher noch bevor. In diesen Reigen reiht sich nun ein Film ein, bei dem man in gewisser Weise von einem Sakrileg sprechen kann - oder von einer völligen Schwachsinnsidee. Gemeint ist das Remake von Plan 9 from Outer Space. Ja, werte Freunde des fragwürdigen Filmgeschmacks, auf euren Gesichter schleicht sich wohl gerade derselbe Ausdruck, der sich auch meiner bemächtigt hatte. Erst recht, wenn ihr den Trailer gesehen habt.
Es bleibt die Frage: Wieso? Ein Film wie Plan 9 from Outer Space, mit dem Ed Wood seinen Titel als schlechtester Regisseur aller Zeiten erwarb und sich so doch einen Namen machte, ist heute nicht einmal von Uwe Boll denkbar. Allein das Ensemble an gescheiterten Gruselfilmikonen und tragischen Gestalten! Die unfreiwillige Komik des Originals, die durch den feierlichen Ernst des Projektes entsteht! Die völlige Talentfreiheit!
Also wieso? Der Trailer vermerkt am Ende: “This is for Ed and his crew.” Eine echte Verneigung drehte jemand anderes bereits vor Jahren. Der Film heißt Ed Wood.
Quellen:
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Spider-Maus
2.9.2009 von admin.
Spider-Ham, die Abenteuer von Peter Porker, waren herrlich trashige Comics - und ja, ein die Wände hochlaufendes Schwein gab es schon vor dem Simpsons-Film. Nun rückt aber Spider-Mouse in greifbare Nähe, denn Disney hat Marvel aufgekauft. Damit will Disney sein Angebot erweitern, aber irgendwie will ich die beiden Konzerne nicht wirklich zusammenkriegen. Mal ehrlich: Mickey Mouse unter einem Dach mit dem Punisher? Und letztlich ist Disney nicht gerade dafür bekannt, sich aus laufenden Angelegenheiten rauszuhalten und die kreativen Köpfe mal machen zu lassen. Zwar hat Disney in den letzten Jahren auch Filme für Erwachsene produziert, aber ich komme nicht darum, singende Prinzessinnen, singende Meerjungfrauen und singende Kerzenständer mit dem Mäuse-Imperium zu assoziieren.Andererseits eröffnet das ganz neue Crossover: Namor vs. Arielle! Wolverine vs. Donald Duck: Ultimate Bare-Knuckle! Und: Hulk smash Mickey Mouse!
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Vorlesen lassen
14.12.2008 von admin.
Was machen, wenn die Hörbücher durchgehört sind und der private Leseonkel seine Überstunden abfeiert, man selbst aber nicht zum Buch greifen möchte? Oder wenn man, gerade in der vorweihnachtlichen Zeit, nach einer Anregung sucht, für einen selbst oder für jemand anderen? Für diese Situationen oder einfach aus dem Grund, ein wenig Zeit totzuschlagen, bin ich durch einen Tipp auf eine interessante Seite gestoßen: zehnSeiten. In einem Videostream liest der Autor zehn von ihm selbst ausgewählte Seiten aus seinem Buch. Das ist das ganze simple Prinzip, aber es geht auf, macht neugierig und beantwortet auch die Frage: Was ist das eigentlich für ein Mensch, der ein solches Buch schreibt? Erhellend.
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Take not the duty of the Guard lightly
4.11.2008 von admin.
In meinem Messerückblick schrieb ich von einem besonderen Fundstück, noch nicht ahnend, wie besonders es tatsächlich ist: Die Rede ist von David Petersens Comicbuch Mouse Guard: Fall 1152. Mittlerweile fand ich die Zeit und die Muse, mich dem werk gebührend zu widmen und ich möchte sagen, dass dies eines der schönsten Comicbücher ist, das ich in den letzten Jahren lesen dürfte. Petersen hat eine wunderbare Art, seine Geschichten zu erzählen und seine Figuren der Mäusewächter wachsen einem schnell ans Herz. Aber nicht nur die liebevoll entwickelten Charaktere, sondern vor allem die Zeichnungen haben mich direkt gefangen genommen. Seitenweise waren meine Augen vor Begeisterung und Entzücken weit aufgerissen und in vielen Bildern kann man sich wahrlich verlieren.
Ein wirklicher Hochgenuss, der mit Winter 1152 gerade fortgesetzt wird.
Und weiß mein besonderes Interesse geweckt hat: Es gibt ein Rollenspiel zu Mouse Guard! (Gut, eigentlich war das naheliegend.) Schon alleine wegen dem Artwork könnte das Mouse Guard RPG für mich eine Anschaffung sein.
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Die Lesebox
29.10.2008 von admin.
Beim Stöbern im Internet, eigentlich auf der Suche nach etwas völlig Anderem, habe ich die readbox entdeckt, eine “Plattform für unabhängige Lesekultur”. In dieser Community können sich Autoren registrieren und ihre Bücher publizieren. Diese können nicht nur als Print gekauft werden, sondern auch als pdf und in vielen anderen gängigen digitalen Formaten. Auch Kleinverlage bieten hier ihr Sortiment an. Jeder registrierte User kann die Bücher bewerten und Empfehlungen abgeben.
Um ein Buch zu veröffentlichen, muss der Autor ein PDF einreichen, das gewisse Richtlinien erfüllt. Die Veröffentlichung als Druckwerk und E-Book selbst ist kostenlos. Laut eigenen Informationen liegen die Honorare für Autoren bei 18% für Printausgaben und 30% für E-Books.
Sehr witzig finde ich den Kasten, der per Zufall die ersten Worte auf einem Buch anzeigt und diese zum entsprechenden Werk verlinkt. Zudem kann man in die Werke reinlesen und auch reinhören.
Auf dem ersten Blick macht readbox einen sehr interessanten Eindruck und das Konzept, unabhängige Autoren und Verlagen eine Plattform zu verschaffen und dabei die Vorzüge der digitalen Medien zu nutzen, ist löblich. Ich werde mich auf jeden Fall weiter damit auseinandersetzen und bin auf andere Meinungen gespannt.
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What would Jesus not do?
18.6.2008 von admin.
Für einigen Jahren gelang es Regisseur David Fincher mit seinem Film Fight Club nicht nur, visuelle Maßstäbe zu setzen, sondern auch einen der besten amerikanischen Gegenwartsautoren in den Fokus zu rücken: Chuck Palahniuk. Seine Bücher sind eine zynische Beobachtung unserer Zeit und gelten in der Regel als schwer verfilmbar.
Nach Fincher wagt sich nun Clark Gregg an den nächsten Versuch - und verfilmt nichts anderes als Choke (in Deutschland unter dem Titel Der Simulant erschienen), eines meiner Lieblingsbücher! Im September läuft der Film an und heute habe ich den Trailer dazu entdeckt. Da habe ich doch schon mal etwas, auf das ich mich neben all den Blockbustern freuen kann.
Worum geht es bei Choke? Es wird die Geschichte von Victor Mancini erzählt, der sexsüchtig ist, sein Medizinstudium abgebrochen hat und bei einer Living History Farm jobt. Seine Mutter, früher eine politische Aktivistin, die auch die Mutter von Tyler Durden hätte sein können, vegetiert dement in einem Altersheim vor sich hin und erkennt ihn nicht mehr. Um die horrenden Kosten für ihre Unterbringung finanzieren zu können, hat Victor einen Plan entwickelt: Er stirbt jeden Abend. Jeden Abend würgt er in einem Restraurant so viel in sich herein, bis er einen Erstickungsanfall erleidet und ihn einer der Gäste rettet. Nach alter Tradition ist dieser Retter nun fortan für ihn verantwortlich und so erbettelt sich Victor von all seinen Helfern kleine Spenden.
Als seine Mutter die Andeutung macht, er wäre nicht ihr Sohn, macht er sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Herkunft - und wirft dabei sien bisherigen Leben durcheinander.
Einige Texte aus Choke erhielten auch Einzug in Nothing is static, everything is falling apart, den Rauchbar-Abend, den ich vor einigen Monaten am Theater Oberhausen inszeniert hatte.
Quelle:
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Endlich: Ein Film, der alles aufdeckt!
16.5.2008 von admin.
Endlich kommt sie, die Dokumentation, auf die die Welt gewartet hat: Monster Camp, ein Film über das LARP.
LARP? Das meint “Live Action Role Playing” und geht noch einen Schritt weiter als das von mir so gerne betriebene Rollenspiel am Tisch - denn im Falle des LARPs wird sich in (mehr oder minder) aufwendige Kostüme geschmissen und die Abenteuer werden ‘live’ nachgespielt. Im Grunde ein Auswuchs des Rollenspiels, der mir im Kern eher suspekt ist, was aber daran liegen kann, dass ich schon genug mit kostümierten und geschminkten Leuten im wirklichen Leben zu tun habe.
Nun aber wird dieser Film kommen. Nach einem Blick auf den Trailer bin ich mir noch nicht ganz so sicher, was ich davon halten soll: Es sieht mir doch sehr nach einer recht eindeutigen Anhäufung von Klischees aus, die das Hobby”Rollenspiel” nun einmal umgeben …
Quelle:
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Vokabeln lernen mit Reis
20.4.2008 von admin.
Es ist Sonntag, ich könnte sicherlich etwas Sinnvolles machen, aber dann lasse ich mich doch erst einmal wenig zielgerichtet durch das Internet treiben.
Dabei bin ich dann auf folgende Seite gestoßen: FreeRice dient dem Auffrischen und Erweitern der eigenen Englischkenntnisse und der Hungerbekämpfung in ärmeren Ländern. Für jede richtige Vokabel werden 20 Reiskörner an das Welternährungsprogramm der UN gespendet. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitslevel und regelmäßig werden neue Vokabeln ergänzt.
Ein unaufwendiger Zeitvertreib, der einem auch noch das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles zu machen.
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